Ja eigentlich dachte ich, dass es die große Liebe ist zwischen uns beiden, aber so genau und lange genug kannte ich sie noch nicht um das beurteilen zu können. Im Bett war ich jedoch sehr zufrieden mit ihr, aber leider ist das Bett nicht alles, was die große Liebe ausmacht.
Ich muss jedoch ehrlich gestehen, dass ich auf die anderen Details, die eine Persönlichkeit ausmachen viel zu wenig geachtet habe. Ich hatte sozusagen eine rosarote Brille auf, die mir ihr ganzes Wesen verschleierte. Wir trafen uns regelmäßig in der Woche 2 –3 mal, verbrachten die Zeit mit Spiel und Turtelei,
Gingen ins Kino oder trafen uns mit Freunden. Den ganzen Winter über, so kam es mir wenigstens vor, war sie nur für mich da. Mit den erwachenden Frühling wurde sie unruhig und launenhaft, es muss bei ihr irgendetwas ausgeklinkt sein. Sie brauchte Bewegung und Action. Ihre große Leidenschaft war das Motorradfahren und da ich leider nicht im Besitz solch eines Feuerstuhls war, hatte ich sehr schlechte Karten. Des Öfteren war sie nicht zu Hause als ich zu ihr kam, war sie mit Kumpels unterwegs, natürlich motorisiert. Kurz ich fing an mich langsam zum Affen zu machen bei meiner Suche nach ihr. Das fiel sogar ihrer Mutter auf. Aber sie konnte nichts dagegen machen. Ich fing an ihr hinterher zu spionieren und habe sie schließlich mit einen anderen Kerl erwischt. Ich glaube sie wollte sogar, dass ich etwas merkte, denn als ich sie tags darauf zur Rede stellte bekam ich zu hören, das es mit uns sowieso keinen Zweck mehr hat.
Eigenartiger weise hatte mich unsere Trennung im Nachhinein nicht so sehr berührt, wie die von meiner heimlichen großen Liebe aus dem Wohnheim.
Was mich maßlos ärgerte war, wie vertrottelt ich mich gegeben hatte, gepeinigt vor Eifersucht, wie ich ihr Anfangs ihr wie ein läufiger Hund nachgelaufen bin und wie ich sie gebettelt habe um ein paar Brotsamen Liebe.
Aus dieser gescheiterten Beziehung habe ich viel gelernt und ich habe mir geschworen meine Handlungen nie mehr von der Eifersucht leiten zu lassen, denn wenn es die große Liebe auf beiden Seiten gibt, dann ist es eine Liebe ohne wenn und aber. Wenn aber nicht ist es nicht der Mühe wert ihr maßlos lange nach zu trauern. Denn es führt zu nichts.
Im Grunde genommen war es mir schon Recht, das unsere Beziehung ihren Abschluss so kurz vor der Facharbeiterprüfung fand, so konnte ich mich doch nun voll auf meine Gesellenprüfung konzentrieren.
Ich hatte noch ganze 6 Wochen Zeit bis zu den mündlichen Prüfungen. Alle fachspezifischen praktischen Arbeiten waren schon erfolgreich abgeschlossen, den Rest wollte ich auch noch mit Bravur meistern.
Mit einen ordentlichen Facharbeiterbrief in der Tasche beendete ich im Juli 1964 mit „gut bis sehr gut“ als Durchschnitt meine Berufsausbildung. Jetzt konnte das Leben seinen Lauf nehmen.
Donnerstag, 7. Februar 2008
Dienstag, 29. Januar 2008
Jugendtreiben
Früh morgens, noch eng umschlungen und schlafend klopfte es an ihre Zimmertür, Show Time, ihre Frau Mama, an sie hatten wir gar nicht mehr gedacht, Sie schaute zum Zimmer herein und nahm es gelassen hin,
„na wen haben wir denn da?“, fragte sie,
„meinen Freund, er konnte gestern nicht mehr so richtig nach Hause“,
war die richtige Antwort und das war nicht einmal gelogen, denn ich konnte wirklich nicht mehr irgend wohin laufen. Seit diesen Zeitpunkt brauchte ich nicht mehr durchs Fenster zu klettern. Ihre Mutter war eine Klassefrau, sie hoffte vielleicht das sich durch unsere Freundschaft etwas mehr am flatterhaften Wesen ihrer Tochter ändern würde und sie tolerierte deshalb unsere Beziehung.
Sie umsorgte mich in ihren Haushalt, wie ihren eigenen Sohn.
* * *
Im Oktober 1963 zogen wir dann mit Sack und Pack in unser neuerbautes Wohnheim um, für unsere Begriffe war jetzt alles vom Feinsten. Wir wohnten gleich neben der Berufsschule, in der Nähe des Zentrums von Wolfen. Bis zu meiner Freundin, zum Kulturhaus und zu den anderen Vergnügungsstätten immer nur ein Katzensprung. Der einzige Nachteil, die Anwesenheitskontrollen gestalteten sich weit aus schwieriger. War es doch in unserer Baracke ein Leichtes sich Abends nach der Kontrolle zu verkrümeln, sie lag ja ebenerdig, so war dies im 3 Stock wesentlich Schwieriger. Der Vorteil, die Damen unserer Berufsschule wohnten mit im gleichen Haus, allerdings in der 4. und 5. Etage natürlich hinter einer nur in einer Richtung begehbaren Tür.
Viel wichtiger war jedoch das unbemerkte Kommen und Verlassen des Hauses und dies sollte noch für mich ein kleines Problem werden.
Aber Probleme sind ja dazu da um gelöst zu werden. Ich war ja schon fasst ein ausgebildeter Schlosser, und die Tür zum Fahrradkeller hatte nun mal kein Sicherheitsschloss. Durch meine Kumpels wurde mein Fehlen bei überraschenden Kontrollen abgedeckt, so konnte eigentlich nichts schief gehen.
Leistungsmäßig stand ich mittlerweile auf einer sicheren Zwei.
Im 2. Lehrjahr, nunmehr zu den Alteingesessenen gehörend genoss ich in vollen Zügen gemeinsam mit ihr und sorglos den Rausch der Jugend.
Die gesellschaftlichen Probleme jener Zeit wie Mauerdiskussion, Kubakrise und den Mord an J. F. Kennedy berührten mich nur wenig oder gar nicht. Wir erledigten jene Aufgaben auch im Rahmen der FDJ so am Rande, ohne größeren Tamtam, immer nach Prioritäten unterscheidend, denn das Wichtigste blieb nun mal die Ausbildung.
Wir genossen die heiße Musik der frühen 60-er Jahre mit den Beathels, den Rolling Stones und vieler Anderer, wir waren eigentlich ganz stink normale Jugendliche, wie viele andere auch.
Unsere Lieblingssender im Radio waren neben den bisher schon erwähnten, der deutsche Freiheitssender 904 und der Soldatensender. Kein Mensch regte sich innerhalb des Lehrlingswohnheims darüber auf wenn wir diese Musik hörten. Es war damals In, ein kleines Kofferradio, wie es das Sternchen war zu besitzen. Damit konnte man auf Mittelwelle all jene Sender empfangen, die diese heiße Musik spielten. Für Fernsehprogramme fehlte uns einfach die Zeit. Wir wussten schon wo und in welcher Waffengattung wir unseren Wehrdienst leisten würden, über meine weitere Entwicklung gab es auch schon Klarheit und über eine spätere berufliche Laufbahn brauchte ich mir noch keine Gedanken zu machen.
Zu meinen Eltern und zu meiner Großmutter hatte ich nur ein bis zweimal im Monat Kontakt. Für ca. 2,68 Mark fuhr ich verbilligt auf Lehrlingsticket für das Wochenende nach Hause und konnte es in jenen Tagen kaum erwarten wieder zurück zu meiner Freundin zu kommen. Meine Mutter merkte sofort, dass etwas mit mir nicht stimmte, sie bohrte solange bis sie Alles wusste. Natürlich war sie stark daran interessiert nun auch mal meine Freundin kennen zu lernen, was ja auch irgendwie verständlich ist.
Wir verabredeten uns für die Weihnachtsfeiertage, das war ihr aber zu lang und mir zu stressig so blieb es dann bei einen kurzen Wochenende im Herbst des Jahres.
Nach unserer Ankunft und ihrer etwas distanzierten Begrüßung legte sie zuerst eine neue Schlafordnung fest. Eingedenk des noch jugendlichen Alters meiner Freundin, sollte ich wie immer bei meiner Großmutter schlafen, und M. in der nebenangelegenen elterlichen Wohnung. Mein Protest half gegenüber ihren sturen Wesen nichts. Wir mussten in den saueren Apfel beißen. Da aber meine Großmutter einen Zweitschlüssel für die andere Wohnung besaß, sah ich der Sache gelassen entgegen. Früh Morgens fand uns meine Mama beide auf der Couch wieder, das es ihr nicht gefiel konnte man ihr ansehen. Nach den Mittagessen ruhten wir uns im Schlafzimmer meiner Großmutter auf den alten roten Plüschsofa etwas aus. Vorsichtshalber verschloss ich die Zimmertür, denn ich kannte ja meine Mutter, gerade beim schönsten Quicky kam das vorher Gesehene. Ich sollte sofort die Tür öffnen und heraus kommen, sie hat es aber nach 10 Minuten aufgegeben. Als sich nichts rührte, verließ sie wütend unseren Unterschlupf. Später habe ich sie dann gefragt ob sie noch wisse wie alt ich bin.
Sie konnte sich wohl schwer daran gewöhnen, dass ihr Sohn schon erwachsen ist und seine eigenen Wege geht. Manch Einer fällt es leicht, Andere wiederum haben da größere Probleme. Meine Mutter gehört wohl zu der letzteren Kategorie.
Meine Flamme war jedenfalls geschockt, sie war über so viel Spießertum verwundert und ich habe mich für meine Mutter geschämt.
„na wen haben wir denn da?“, fragte sie,
„meinen Freund, er konnte gestern nicht mehr so richtig nach Hause“,
war die richtige Antwort und das war nicht einmal gelogen, denn ich konnte wirklich nicht mehr irgend wohin laufen. Seit diesen Zeitpunkt brauchte ich nicht mehr durchs Fenster zu klettern. Ihre Mutter war eine Klassefrau, sie hoffte vielleicht das sich durch unsere Freundschaft etwas mehr am flatterhaften Wesen ihrer Tochter ändern würde und sie tolerierte deshalb unsere Beziehung.
Sie umsorgte mich in ihren Haushalt, wie ihren eigenen Sohn.
* * *
Im Oktober 1963 zogen wir dann mit Sack und Pack in unser neuerbautes Wohnheim um, für unsere Begriffe war jetzt alles vom Feinsten. Wir wohnten gleich neben der Berufsschule, in der Nähe des Zentrums von Wolfen. Bis zu meiner Freundin, zum Kulturhaus und zu den anderen Vergnügungsstätten immer nur ein Katzensprung. Der einzige Nachteil, die Anwesenheitskontrollen gestalteten sich weit aus schwieriger. War es doch in unserer Baracke ein Leichtes sich Abends nach der Kontrolle zu verkrümeln, sie lag ja ebenerdig, so war dies im 3 Stock wesentlich Schwieriger. Der Vorteil, die Damen unserer Berufsschule wohnten mit im gleichen Haus, allerdings in der 4. und 5. Etage natürlich hinter einer nur in einer Richtung begehbaren Tür.
Viel wichtiger war jedoch das unbemerkte Kommen und Verlassen des Hauses und dies sollte noch für mich ein kleines Problem werden.
Aber Probleme sind ja dazu da um gelöst zu werden. Ich war ja schon fasst ein ausgebildeter Schlosser, und die Tür zum Fahrradkeller hatte nun mal kein Sicherheitsschloss. Durch meine Kumpels wurde mein Fehlen bei überraschenden Kontrollen abgedeckt, so konnte eigentlich nichts schief gehen.
Leistungsmäßig stand ich mittlerweile auf einer sicheren Zwei.
Im 2. Lehrjahr, nunmehr zu den Alteingesessenen gehörend genoss ich in vollen Zügen gemeinsam mit ihr und sorglos den Rausch der Jugend.
Die gesellschaftlichen Probleme jener Zeit wie Mauerdiskussion, Kubakrise und den Mord an J. F. Kennedy berührten mich nur wenig oder gar nicht. Wir erledigten jene Aufgaben auch im Rahmen der FDJ so am Rande, ohne größeren Tamtam, immer nach Prioritäten unterscheidend, denn das Wichtigste blieb nun mal die Ausbildung.
Wir genossen die heiße Musik der frühen 60-er Jahre mit den Beathels, den Rolling Stones und vieler Anderer, wir waren eigentlich ganz stink normale Jugendliche, wie viele andere auch.
Unsere Lieblingssender im Radio waren neben den bisher schon erwähnten, der deutsche Freiheitssender 904 und der Soldatensender. Kein Mensch regte sich innerhalb des Lehrlingswohnheims darüber auf wenn wir diese Musik hörten. Es war damals In, ein kleines Kofferradio, wie es das Sternchen war zu besitzen. Damit konnte man auf Mittelwelle all jene Sender empfangen, die diese heiße Musik spielten. Für Fernsehprogramme fehlte uns einfach die Zeit. Wir wussten schon wo und in welcher Waffengattung wir unseren Wehrdienst leisten würden, über meine weitere Entwicklung gab es auch schon Klarheit und über eine spätere berufliche Laufbahn brauchte ich mir noch keine Gedanken zu machen.
Zu meinen Eltern und zu meiner Großmutter hatte ich nur ein bis zweimal im Monat Kontakt. Für ca. 2,68 Mark fuhr ich verbilligt auf Lehrlingsticket für das Wochenende nach Hause und konnte es in jenen Tagen kaum erwarten wieder zurück zu meiner Freundin zu kommen. Meine Mutter merkte sofort, dass etwas mit mir nicht stimmte, sie bohrte solange bis sie Alles wusste. Natürlich war sie stark daran interessiert nun auch mal meine Freundin kennen zu lernen, was ja auch irgendwie verständlich ist.
Wir verabredeten uns für die Weihnachtsfeiertage, das war ihr aber zu lang und mir zu stressig so blieb es dann bei einen kurzen Wochenende im Herbst des Jahres.
Nach unserer Ankunft und ihrer etwas distanzierten Begrüßung legte sie zuerst eine neue Schlafordnung fest. Eingedenk des noch jugendlichen Alters meiner Freundin, sollte ich wie immer bei meiner Großmutter schlafen, und M. in der nebenangelegenen elterlichen Wohnung. Mein Protest half gegenüber ihren sturen Wesen nichts. Wir mussten in den saueren Apfel beißen. Da aber meine Großmutter einen Zweitschlüssel für die andere Wohnung besaß, sah ich der Sache gelassen entgegen. Früh Morgens fand uns meine Mama beide auf der Couch wieder, das es ihr nicht gefiel konnte man ihr ansehen. Nach den Mittagessen ruhten wir uns im Schlafzimmer meiner Großmutter auf den alten roten Plüschsofa etwas aus. Vorsichtshalber verschloss ich die Zimmertür, denn ich kannte ja meine Mutter, gerade beim schönsten Quicky kam das vorher Gesehene. Ich sollte sofort die Tür öffnen und heraus kommen, sie hat es aber nach 10 Minuten aufgegeben. Als sich nichts rührte, verließ sie wütend unseren Unterschlupf. Später habe ich sie dann gefragt ob sie noch wisse wie alt ich bin.
Sie konnte sich wohl schwer daran gewöhnen, dass ihr Sohn schon erwachsen ist und seine eigenen Wege geht. Manch Einer fällt es leicht, Andere wiederum haben da größere Probleme. Meine Mutter gehört wohl zu der letzteren Kategorie.
Meine Flamme war jedenfalls geschockt, sie war über so viel Spießertum verwundert und ich habe mich für meine Mutter geschämt.
Donnerstag, 24. Januar 2008
Wie ich zum Mann wurde.....
Na ja vielleicht wollte ich mich nur für die Richtige aufsparen, aber dies gilt ja bestenfalls für Mädels, also fleißig weiter gesucht. Irgendwie wird es schon passieren.
Der Sommer dieses Jahres war sehr heiß, jede freie Minute verbrachten wir im Schwimmbad, wo es noch am erträglichsten war. Da gab es kühles Wasser, einen Kiosk, eine Gaststätte und schöne Mädchen, also alles was das liebeskranke und notgeile Jungenherz so begeistert. Bei mir war alles auf Sex vorprogrammiert. In dieser Umgebung wollte ich es nun wissen, dabei war es mir jetzt egal, wie alt oder hübsch sie ist, Hauptsache es ist eine Sie, denn so konnte es nicht weitergehen.
Es waren ja gerade schulfreie Tage und so hatten wir nach unser Praxisausbildung die ganze Zeit für uns zu rumschwänzeln.
Das Freibad wurde nun zum uneingeschränkten Jagdrevier für unsere Gruppe auserkoren, wir waren immer so vier bis fünf Gleichgesinnte, die dieses Hobby so pflegten.
Nun ja in unseren Alter war es schon recht schwierig, ein Mädel zu finden, das einfach so mir nichts dir nichts mit einen Jungen ins Bett klettert. Natürlich gibt es einige, für die es kein Problem ist, die Frage ist aber, ob so eine Deern etwas für eine liebevolle Beziehung ist. Andere wollen unbedingt die große Liebe und lieben auch mit ganzen Herzen, sind aber nicht bereit, können oder wollen noch nicht den Sex. So oder so ist es deshalb schwierig die Richtige zu finden.
Manche wollten, konnten und durften nicht zu unserer Zeit, andere brauchten es noch nicht und diejenigen die es hingebungsvoll genossen, hatten entweder eine zu feste oder gar keine Beziehung. Aber ohne Fleiß kein Preis.
Der Sommer dieses Jahres war sehr heiß, jede freie Minute verbrachten wir im Schwimmbad, wo es noch am erträglichsten war. Da gab es kühles Wasser, einen Kiosk, eine Gaststätte und schöne Mädchen, also alles was das liebeskranke und notgeile Jungenherz so begeistert. Bei mir war alles auf Sex vorprogrammiert. In dieser Umgebung wollte ich es nun wissen, dabei war es mir jetzt egal, wie alt oder hübsch sie ist, Hauptsache es ist eine Sie, denn so konnte es nicht weitergehen.
Es waren ja gerade schulfreie Tage und so hatten wir nach unser Praxisausbildung die ganze Zeit für uns zu rumschwänzeln.
Das Freibad wurde nun zum uneingeschränkten Jagdrevier für unsere Gruppe auserkoren, wir waren immer so vier bis fünf Gleichgesinnte, die dieses Hobby so pflegten.
Nun ja in unseren Alter war es schon recht schwierig, ein Mädel zu finden, das einfach so mir nichts dir nichts mit einen Jungen ins Bett klettert. Natürlich gibt es einige, für die es kein Problem ist, die Frage ist aber, ob so eine Deern etwas für eine liebevolle Beziehung ist. Andere wollen unbedingt die große Liebe und lieben auch mit ganzen Herzen, sind aber nicht bereit, können oder wollen noch nicht den Sex. So oder so ist es deshalb schwierig die Richtige zu finden.
Manche wollten, konnten und durften nicht zu unserer Zeit, andere brauchten es noch nicht und diejenigen die es hingebungsvoll genossen, hatten entweder eine zu feste oder gar keine Beziehung. Aber ohne Fleiß kein Preis.
Meine erst große Flamme......Eines Tages hatte ich doch die Richtige gefunden. Sie war gerade erst 16 Jahre alt geworden, besuchte die 10. Klasse und sie wusste was sie wollte. Sie hieß M. dunkelhaarig mit einer bombigen Figur und für die Liebe wie geschaffen. Sie hatte ich im Bad erfolgreich mehrere Tage lang angebaggert. Wie das ebenso geht, ein wenig nass spritzen natürlich erst mal mit Wasser, Unterwasserfummeln, beiderseitig, danach auf der Decke schön schmusen und küssen wie ein Weltmeister, sich aneinander reiben bis, na ja ich hatte schon durch das Baden feuchte Hosen aber für mich war es überwältigend. So nah dran war ich noch nie an eine Frau gekommen, so war es eben passiert. An ihrem Wesen und an ihren Handeln merkte ich sehr schnell das sie auf Sex stand. Ich habe sie an einen Abend natürlich nach Hause gebracht und für mich war klar, dass es Heute noch ein Später gibt. Nach der Stubenkontrolle bei mir im Wohnheim wollten wir uns wieder vor Ihrem Haus treffen, so hatten es wir verabredet. So schnell bin ich noch nie durch Wolfen gelaufen. Einerseits war ich schon spät dran und andererseits verlieh mir die Liebe Flügel. Meine Zimmerkumpel habe ich instruiert, das es erst morgen Vormittag wird, wann ich kommen werde. Es würde ja am Wochenende sowieso nicht auffallen, wenn ich später zum Frühstück kommen würde.
Überpünktlich traf ich am vereinbarten Treffpunkt ein und warf ein paar Steinchen an ihr Fenster. Es dauerte auch nicht lange und sie kam nur in Hausschuhen vor die Tür. Sie müsse ja gleich wieder hinein, ihre Mutter erwartet dies.
noch !!!! unschuldig.....Ich war erst mal fertig, was ich mir schon so alles vorgestellt hatte, wie es heute ablaufen würde. Und nun dies. Da halfen auch keine heißen Küsse mehr. Nach ca. 30 Minuten verschwand sie wieder im Haus mit den Versprechen, je nach dem was ihre Mutter tat, noch ein wenig am Fenster mit mir zu plauschen. Da wir uns schon fast eine Woche kannten und zwar sehr intensiv, war eigentlich die Zeit reif für das Wichtigste. Ich muss wohl sehr überzeugend gewesen sein, denn als sie feststellte, dass ihre Mutter beim Fernsehen eingeschlafen war, nahm sie mir das Versprechen ab, wenn ich sehr leise sein würde, könnten wir uns noch bei ihr im Zimmer uns ein wenig unterhalten. Ich hatte ja sowieso zum Reden keine Lust mehr..... und schwang mich durchs Fenster. Natürlich waren wir leise und vorsichtig, denn durch ihre Bettdecke klang ja alles ein wenig gedämpfter. Ich merkte sehr schnell worauf es ankam und Dank ihrer Erfahrungen führte sie mich sehr schnell zum Höhepunkt, wobei schnell etwas untertrieben war, denn als sie ihn einführen wollte, kam es mir schon. Es war blamabel aber noch nicht zu spät. 10 Minuten später starteten wir den zweiten Versuch. Nach einen sehr schönen Vorspiel gelang es mir schon etwas besser, ich hatte zum ersten Male in meinen Leben meinen Lümmel in einer jungen schönen Frau versenkt, es war unbeschreiblich, die Kleine wurde langsam warm und mein Kleiner hielt es trotzdem nicht die erforderliche Zeit aus um sie zufrieden zustellen. Mir ging wieder viel zu schnell einer ab. Nun zeigte sie mir wo sie was noch braucht, und mit den Fingern ist es mir schließlich gelungen sie gleichfalls zufrieden zu stellen. Ich brauchte erst mal eine Zigarettenpause am Fenster und obwohl es nicht das optimalste war, fühlte ich mich nun doch schon als ein vollwertiger Mann.
Wir haben es noch die ganze Nacht so getrieben, es klappte immer besser, wir probierten verschiedene Stellungen aus und nach den fünften sexuellen Clinch, als bei mir nur noch Luft kam, und ich einen Dauersteifen hatte kam es bei ihr in der Reiterstellung gleich mehrere Male. Es ist ein berauschendes Gefühl bewusst und relativ klar denkend die Orgasmen einer Frau zu erleben. Es peitschte mich fasst bis zum Wahnsinn, es war gigantisch, es war der Höhepunkt meines bisherigen Lebens. Ich war hin und weg bei den Mädel, ihr restlos verfallen. Genau zu sagen, in welcher Lage es mir am besten gefallen hatte viel mir sehr schwer, seitlich von Hinten, hatte ich den besten Hautkontakt zu allen liebenswerten Körperstellen meiner Angebeteten und durch zu Hilfenahme meiner Hände, gelang es mir sehr schnell sie zum Vulkanausbruch zu bringen.Später beim einschlummern erzählte sie mir dann, das sie schon zwei Jahre lang mehr oder weniger regelmäßig diese sportlichen Übungen durchzog, aber ich war der Erste den sie hatte, der es noch niemals vorher mit einer anderen getrieben hatte. Ich wusste nun gleich nicht mehr so richtig auf wem ich nun stolz sein solle. Trotzdem war ich zufrieden mit mir und uns, ein 16 jähriges Mädel hatte mich, schon 18 Jahre alt, zum Mann gemacht.
Montag, 21. Januar 2008
Die Lehrausbildung....
Ab ca. 16.30 Uhr war Freizeit angesagt, das Problem was tun mit dem angefangenen Vormittag. Wichtigste Frage sollte die Erkundung des Terrains mit den einschlägigen Gastronomitäten sein, zweite Aufgabe wo ist was los. Und schon konnte man das frohe Jugendleben beginnen. Von besonderen Interesse für uns war das Kulturhaus der Filmfabrik, es war Kino, Theater, Tanzklub und Gaststätte zugleich. Hier liefen eine Reihe von höchst geilen Veranstaltungen auch für uns Lehrlinge ab. So gab es z.B. einen Tanzzirkel für Fortgeschrittene im jugendlichen Alter, direkt für mich organisiert. Zweimal war da in der Woche Training für 3 Stunden, da habe ich mich doch sogleich eingetragen, denn ein Anfänger war ich ja nun mal nicht mehr, und in meiner damaligen Tanzpartnerin, sie hieß S. und war aus C., meine erste große Liebe gefunden, zumindest dachte ich es mir so. Wir haben zusammen getanzt, ich habe mein Bestes gegeben um sie anzumachen. Sie war auch recht nett zu mir, aber mehr als tanzen gab es nicht, als mir jedoch der Kragen platzte und ich sie zur Rede stellte, gestand sie mir, dass sie schon zu Hause einen Freund hat und ihn sehr liebt. Für mich aber brach eine Welt zusammen ein viertel Jahr hatte ich gebaggert wie ein Weltmeister und dann so eine Pleite. Nicht das ich ihr böse deshalb war, im Gegenteil, ich hatte vor ihr Respekt und Hochachtung, aber dass dies ausgerechnet mir passieren musste war schlicht gesagt zum Heulen. Ich hab da vor Kummer auf den WC gesessen und geweint wie ein Schlosshund. Wir sind aber die ganzen zwei Jahre, wie es gute Kumpel nun mal, tun durch Dick und Dünn gegangen. Immer wenn Einer von uns Beziehungsprobleme hatte, sprang der Andere hilfreich ein. Es war eine sehr schöne Freundschaft, ohne sexuelle Hintergedanken und ohne wenn und aber.
Noch heute erinnere ich mich gern an diese Zeit und würde gern erfahren was aus ihr geworden ist.
Noch heute erinnere ich mich gern an diese Zeit und würde gern erfahren was aus ihr geworden ist.
Meine große Liebe.....Ein mal im Monat haben wir im alten Wohnheim eine gemütliche Sause abgezogen, wir hatten unsere eigene Kapelle, bestehend aus Klavier oder Akkordeon, Gitarre und Schlagzeug, das war immer für unsere Erzieher ein großer Stresstag, denn wir konnten kein Ende finden. Heimerziehung gab es für die Herren der Schöpfung bis gegen 22.00 Uhr, dann wurde kontrolliert ob auch alle Schäfchen im Stall waren und ab in die Falle, Nachtruhe. Die Mädels waren da schlechter dran, für sie gab es die ganze Nacht über eine Extraerzieherin, die sie, wie eine alte Glucke ihre Küken, scharf bewachte. Da war nichts zu machen. Diese ältere Erzieherin war wie so ein gewiefter routinierter Spanner auf uns Jungen geil, sie wartete immer bis das Umkleiden zur Nacht begann, dann erst machte sie bei uns die Anwesenheitskontrolle, wahrscheinlich wollte mal paar knackige Ärsche und Schwänze sehen. Wir waren natürlich so cool und taten ihr den Gefallen. Als sie eines Abends wieder Dienst hatte und unaufgefordert unser Zimmer betrat, ließen wir unsere Schläuche, leicht aufgepuscht vor ihren Augen kreisen und grölten ihr Sprüche hinterher, so dass sie mit roten Kopf unsere Bude fluchtartig verlies. Ab diesen Zeitpunkt klopfte sie immer erst an, bevor sie das Zimmer betrat.
Die Jagt auf das weibliche Geschlecht fand sozusagen auf neutralen Boden statt, außerhalb des Wohnheims. Und so verwunderte es deshalb auch nicht, dass über die ortsansässigen Schönen aus der näheren Umgebung unter uns Kerlen des Öfteren geplauscht wurde.
Als es wiedereinmal um dies bewusste Thema ging, mussten wir Jungs feststellen, das wir zu viert ein und dieselbe Freundin zugleich hatten. Vom Namen und Aussehen vom Treffpunkt her, war es immer das gleiche Frl. Gerda, sie hatte nur an bestimmten unterschiedlichen Tagen für den jeweiligen Kumpel Zeit.
Natürlich hat uns dies stark in unserer Ehre gekränkt und wir beschlossen den bösen Treiben ein Ende zu setzen noch dazu wo sie uns nur unnötigerweise scharf machte und außer rumfummeln nichts bot. Der nächste diensthabende Lover eilte flugs zum vereinbarten Treffpunkt und die anderen drei mit entsprechenden Utensilien 30 Min. später hinterdrein. Gemeinsam haben wir ihr dann mit schwarzer Schuhcreme die Kimme blank poliert und sie liegengelassen. Man soll halt nicht unnötigerweise mit den Feuer spielen.
Damit nicht der Eindruck entsteht, das meine Lehrzeit nur ein reiner Zeitvertreib mit dem schönen Geschlecht war, noch einige Bemerkungen zu meiner Leistungsentwicklung. Für mich erstaunlich jedoch real nachvollziehbar zeigte sich ein spürbarer Leistungsaufschwung. Das Lernen machte mir auf einmal Spaß, ich ging gern zur Schule und konnte bewusst erleben, wie von Halbjahr zu Halbjahr meine Resultate sich verbesserten. Vor unseren Ausbildern hatten wir Respekt und achteten ihr Können. Keiner von uns kam auf die Idee, ähnlich wie in der Schule, ihnen gegenüber auch nur an böse Streiche zu denken geschweige denn sie auszuführen. Besonders Herr F., mit seinen fasst schlohweißen Haaren und seinen zittrigen Händen war nicht nur ein ausgezeichneter Spezialist auf seinen Gebiet, er verstand es auch bestens uns sein Können zu vermitteln.
Seine Krankheit resultierte noch aus Spätfolgen des zweiten Weltkriegs. Er musste als 18 jähriger Matrose auf einen U-Boot miterleben wie all seine Kameraden so nach und nach ersticken als das Boot manövrierunfähig auf den Meeresgrund lag. Er war der einzig Überlebende dieser Katastrophe.
Von Herrn L., unseren Klassenleiter, der sehr streng aber gerecht war, erlernten wir im Verlaufe der Ausbildung alle notwendigen Fertigkeiten und Tricks, um in unserer weiteren beruflichen Entwicklung zu bestehen. Seine kleine Macke bestand darin, das er bei geringfügigen Verstößen gegen die Disziplin, den Delinquenten so mit Daumen und Zeigefinger die Rückenhaut zusammenkniff und ihn durch Drehung, mal nach rechts oder links, in die richtige Bahn lenkte. Das war schmerzhaft und zeigte neben blauen Flecken auch die gewünschte Wirkung.
Eigentlich könnte ich mit meinen bisherigen Werdegang voll zufrieden sein, ich hatte ja alles erreicht, was ich wollte, alles?, irgendetwas fehlte wohl doch noch. Was war das doch gleich?
Ach ja ich war ja noch nicht Entbübt worden, ich war sozusagen noch Jungfrau oder Mann und das war beschämend und traurig zu gleich. Das Mädel, welches ich damalig gerade in Arbeit hatte, war nicht so richtig mein Typ, wir Tanzten, schmusten und badeten zusammen, mit ihr konnte ich eigentlich alles anstellen was ich wollte, auch von Hause aus war sie eine gute Partie, wie man heute so schön sagen würde, ihr Vater war Doktor der Chemie, verdiente damals ein Heidengeld, die Eltern hatten ein schönes Haus in Wolfen, sie konnten es sich sogar leisten, ins Ausland, nach Ungarn, in Urlaub zu fahren (und dies Mitte der 60iger Jahre ), und hatten mich, so sagte es jedenfalls meine Flamme, mit eingeladen. Es gab aber ein schwerwiegendes Problem, das Mädel hatte ein Temperament wie ein alter Topflappen, nämlich keines, sie seufzte nur immer schwer und das war es. Es ging mir wie in den Witz mit den Fernfahrer und der Nonne, der, nachdem er sie während der Fahrt öfters befummelte und danach leise anfragte, wie es ihr denn so gefiele, als Antwort erhielt:, „Johannes 7, Psalm 3“. Er schmiss sie also kurzentschlossen auf dem nächsten Parkplatz raus, und las anschließend in der Bibel nach, dort stand:, „Der Herr ist auf den richtigen Weg“.
Ich konnte und wollte mit dieser Frau nichts anfangen, denn eine Frau die es durch ihr Auftreten nicht versteht beim Mann Interesse oder Lust zu entwickeln oder zu entfachen, soll meinethalben ins Kloster gehen.
Ich aber war einfach nicht in der Lage, sie für die Liebe oder für Sex zu begeistern. Dazu fehlte mir die Erfahrung und die Lust. Die ganze Beziehung endete wieder einmal durch höhere Gewalt, mitten im schönsten Sommerwetter überfiel mich eine starke Angina in deren Folge mir im Krankenhaus die Mandeln entfernt wurden. Nach erfolgter Genesung war meine Schöne aus den Urlaub zurück und ging, wie ich ihren eigenen Weg.
Montag, 14. Januar 2008
Schulabschluß und Lehrbeginn....
In Altenburger Südbad 1962,,,,,mit Klassenkameraden....Vorerst genug davon und weiter im vollen Leben. Der Abschluss meiner schulischen Ausbildung gestaltete sich ein wenig dramatisch, die Voraussetzungen für eine gute Prüfung waren bei mir denkbar schlecht. Gleich in 5 Fächern sollte ich geprüft werden, dies stellte damals das Maximum dar. Ich war echt Sauer, aber ich nahm es gelassen hin, hatte ich mir doch alles selbst organisiert.
Deutsch war ja klar, Rechtschreibung Note 5, alles andere 2-3, diese Aufgabe könnte gelöst werden, Physik kam auch noch hinzu, aber schwierig, hier musste ich etwas dafür tun, denn Vorzensur zwischen 4 und 5.
In Russisch hatte ich Vornote 2 und habe zur schriftlichen Prüfung eine 5 gebaut
(einfach einen ganzen Satz vergessen zu übersetzen) Künstlerpech, aber Lösbar; Mathe Vornote 2-3 und in der schriftlichen Prüfung eine 5, lösbar und letztlich Chemie, eines meiner Lieblinsfächer Vornote 3 – da zu faul zum Lernen und schriftliche Prüfung eine 2.
Ich habe mir schon richtig leid getan, ich musste aber alles geben, ging es doch um die Voraussetzungen für den Beginn meiner Lehrausbildung, aber es kam ja alles ganz anders.
Während alle anderen unserer Klasse bei den Prüfungen schwitzten hatte ich eine plötzliche Blinddarmreizung und musste operiert werden. Als ich aus dem Krankenhaus kam waren die Prüfungen schon alle vorbei, ich bekam die Termine für die Nachprüfungen mit den Hinweis, das nur noch 2 Fächer gefragt wären. So hatte ich nun 5 Wochen Zeit um mich darauf vorzubereiten, da kann man mal sehen zu was so ein Blinddarm gut ist!
Natürlich habe ich beide Prüfungen bestanden, aber das Zeugnis jammerte einen Hund mit samter Hütte, wie man so schön sagt. Ich verwendete es wohl nur zweimal in meinen Leben und dann verschwand es für immer von der Bildfläche und ward nie mehr gesehen.
Einen wichtigen Lebensabschnitt hatte ich mehr oder weniger erfolgreich beendet und die schönste Zeit meines Lebens sollte nun beginnen.
* * *
Das Schöne an unseren Staat war, dass man sich keinerlei Sorgen über das Morgen zu machen brauchte. Meinen Lehrvertrag hatte ich in der Tasche und harrte erwartungsvoll der neuen Zeit, meiner Lehrausbildung entgegen. Ich begann meine Berufsausbildung zum Betriebsschlosser in der Filmfabrik Agfa Wolfen im Auftrag des Chemiefaserkombinats Guben für zwei Jahre. Es war Optimal, mit den nötigen Abstand von zu Hause, allein auf mich gestellt und auch für mich verantwortlich, voller Enthusiasmus ging es ab in die Ferne.
Untergebracht waren wir in einen Lehrlingswohnheim am Ortseingang vom Wolfen aus Richtung Greppin kommend. Die Gegend war scheußlich, voller Giftdämpfe in der Luft, die aus zwei nahegelegenen Abwasserteichen quollen, die Landschaft, besonders die Bäume und Gräser vom sauren Regen zerfressen, der Gestank aus der Farbenfabrik, so abscheulich, das man alle paar Meter die Gefühle wechseln musste.
Die Straßen voller Staub und da es Ende August war, vor Hitze flimmernd, hier fanden sich die neuen Lehrlinge alsbald in einer alten Baracke, auch Unterkunft genannt, so nach und nach ein. Zu viert teilten wir uns jeweils ein Zimmer.
Im festen Wohngebäude, wo die weiblichen Lehrlinge untergebracht wurden, deren alleinige Anwesenheit merklich unsere anfänglich miese Laune besserte, gab es den Speiseraum mit einen Fernseher und Klavier. In der Eingangszone unser Baracke, eine Tischtennisplatte, sie vervollständigte zusammen mit einen Nachtschränkchen, einen Wäschespind und einen Bett auf unseren Zimmer die Einrichtung des Hauses.
Ganz anders die Lehrbasis, hier konnte man erkennen, das man in einen Großbetrieb tätig ist, eine helle geräumige und vom feinsten ausgestattete Lehrwerkstatt mit angeschlossener eigner Berufsschule, gleichfalls für meine Begriffe modern eingerichtet. Neben der Berufsschule ein fast fertiggestellter Neubau, unser neues Lehrlingswohnheim, welches in etwa 8 Monaten bezugsfertig sein sollte.
Also alles in allen super Bedingungen für einen würdigen Neubeginn für den ich mir so allerhand vorgenommen hatte.
Nachdem die obligatorischen Einweisungen, beendet waren, begann für mich der Ernst des Lebens. Aber wie immer aller Anfang ist schwer. Neu eingekleidet im Blaumann sozusagen, wurden wir von unseren Lehrausbildern, Herrn L. und Herrn F., beide sehr nette Menschen nun alsbald in die Geheimnisse des Schlosserhandwerks eingeführt. Und es war eine mühselige Einführung. Neben den 4 Tagen praktischer Ausbildung lernten wir des Schlossers wichtigstes Werkzeug die Feile umfassend kennen. d.h. wir feilten bis wir Blasen an den Händen hatten sozusagen Wochenlang. Wir erschufen so echt handgefeilt ein neues Werkzeug, eine Handhebelschere für die Blechbearbeitung bis 2mm. Für deren Fertigstellung, erprobten und übten wir fast alle schlossertypischen handwerklichen Fertigkeiten bis zur Perfektion.
Langsam wurden wir zu kleinen Profis, die Arbeit machte Spaß und war sehr abwechslungsreich. Auch innerhalb der Berufsschule, die wir an den restlichen 2 Wochentagen absolvierten, machte mir das Lernen zunehmen Freude, im Endeffekt wurde bis auf wenige praxisbezogene Fächer der Lehrstoffs der 10. Klasse wiederholt. Jetzt ging es darum die anderen Freuden des Lebens zu erschließen.
Das wichtigste Problem, woher das Geld nehmen, die finanziellen Fragen mussten noch geklärt werden, denn mit unser schmalen Lehrlingsrente kam man nicht weit. Von den Anfangs 120,- Mark, die wir monatlich erhielten, wurden 45.-Mark für Unterkunft und Verpflegung abgezogen, dann musste man auch ab und an zum Wäschetausch nach Hause fahren, also Kassa blanca war eigentlich immer der Normalzustand.
Da konnte man nicht allzu viel fürs Erleben ausgeben oder man erschloss sich neue Geldquellen. Meine Eltern waren für ein Sponsoring nicht zu begeistern, es blieb also wieder einmal alles bei mir hängen, es musste eben wiedereinmal mit der Arbeit versuchen.
Samstags Nachmittag und Sonntag Vormittag waren dabei die geeignetsten Zeiten, und im Werk, der Filmfabrik, gab es schon eine geeignete Möglichkeit und Tätigkeit, die das Geldverdienen sozusagen ermöglichte, die Arbeit auf den Holzplatz. Da als Nebenprodukt der FF = Filmfabrik, auch Toilettenpapier gefertigt wurde und dazu Holz als Grundlage diente, ergab sich diese spezielle Arbeit, die niemand gern tun wollte, ein Betätigungsfeld für notorisch an Geldmangel leitende arbeitsgeile Individuen, so wie wir es als Lehrlinge waren.
Gerechterweise muss gesagt werden, das diese Arbeit eine Knochenarbeit war, ging es doch darum, in kürzester Zeit ein Meter lange Holzscheite (Gespaltene Baumstämme) vom Wagon zu laden (Standzeiten kosten Geld) und sie in drei Meter hohe und bis zu 50 m lange Stapel aufzubauen. Das Durchschnittsgewicht eines solchen Monsters war 20-50 Kg.
Bezahlt wurde nach gestapelten Festmetern, jedoch nur, wenn die geforderte Höhe erreicht war. Pro Festmeter 12.-Mark.
Wenn man also wollte, konnte man sich schon die notwendige Kohle für seine Bedürfnisse erarbeiten, für ein Wochenende waren da schon mal 50 Märker drin und das half wirtschaften.
Deutsch war ja klar, Rechtschreibung Note 5, alles andere 2-3, diese Aufgabe könnte gelöst werden, Physik kam auch noch hinzu, aber schwierig, hier musste ich etwas dafür tun, denn Vorzensur zwischen 4 und 5.
In Russisch hatte ich Vornote 2 und habe zur schriftlichen Prüfung eine 5 gebaut
(einfach einen ganzen Satz vergessen zu übersetzen) Künstlerpech, aber Lösbar; Mathe Vornote 2-3 und in der schriftlichen Prüfung eine 5, lösbar und letztlich Chemie, eines meiner Lieblinsfächer Vornote 3 – da zu faul zum Lernen und schriftliche Prüfung eine 2.
Ich habe mir schon richtig leid getan, ich musste aber alles geben, ging es doch um die Voraussetzungen für den Beginn meiner Lehrausbildung, aber es kam ja alles ganz anders.
Während alle anderen unserer Klasse bei den Prüfungen schwitzten hatte ich eine plötzliche Blinddarmreizung und musste operiert werden. Als ich aus dem Krankenhaus kam waren die Prüfungen schon alle vorbei, ich bekam die Termine für die Nachprüfungen mit den Hinweis, das nur noch 2 Fächer gefragt wären. So hatte ich nun 5 Wochen Zeit um mich darauf vorzubereiten, da kann man mal sehen zu was so ein Blinddarm gut ist!
Natürlich habe ich beide Prüfungen bestanden, aber das Zeugnis jammerte einen Hund mit samter Hütte, wie man so schön sagt. Ich verwendete es wohl nur zweimal in meinen Leben und dann verschwand es für immer von der Bildfläche und ward nie mehr gesehen.
Einen wichtigen Lebensabschnitt hatte ich mehr oder weniger erfolgreich beendet und die schönste Zeit meines Lebens sollte nun beginnen.
* * *
Das Schöne an unseren Staat war, dass man sich keinerlei Sorgen über das Morgen zu machen brauchte. Meinen Lehrvertrag hatte ich in der Tasche und harrte erwartungsvoll der neuen Zeit, meiner Lehrausbildung entgegen. Ich begann meine Berufsausbildung zum Betriebsschlosser in der Filmfabrik Agfa Wolfen im Auftrag des Chemiefaserkombinats Guben für zwei Jahre. Es war Optimal, mit den nötigen Abstand von zu Hause, allein auf mich gestellt und auch für mich verantwortlich, voller Enthusiasmus ging es ab in die Ferne.
Untergebracht waren wir in einen Lehrlingswohnheim am Ortseingang vom Wolfen aus Richtung Greppin kommend. Die Gegend war scheußlich, voller Giftdämpfe in der Luft, die aus zwei nahegelegenen Abwasserteichen quollen, die Landschaft, besonders die Bäume und Gräser vom sauren Regen zerfressen, der Gestank aus der Farbenfabrik, so abscheulich, das man alle paar Meter die Gefühle wechseln musste.
Die Straßen voller Staub und da es Ende August war, vor Hitze flimmernd, hier fanden sich die neuen Lehrlinge alsbald in einer alten Baracke, auch Unterkunft genannt, so nach und nach ein. Zu viert teilten wir uns jeweils ein Zimmer.
Im festen Wohngebäude, wo die weiblichen Lehrlinge untergebracht wurden, deren alleinige Anwesenheit merklich unsere anfänglich miese Laune besserte, gab es den Speiseraum mit einen Fernseher und Klavier. In der Eingangszone unser Baracke, eine Tischtennisplatte, sie vervollständigte zusammen mit einen Nachtschränkchen, einen Wäschespind und einen Bett auf unseren Zimmer die Einrichtung des Hauses.
Ganz anders die Lehrbasis, hier konnte man erkennen, das man in einen Großbetrieb tätig ist, eine helle geräumige und vom feinsten ausgestattete Lehrwerkstatt mit angeschlossener eigner Berufsschule, gleichfalls für meine Begriffe modern eingerichtet. Neben der Berufsschule ein fast fertiggestellter Neubau, unser neues Lehrlingswohnheim, welches in etwa 8 Monaten bezugsfertig sein sollte.
Also alles in allen super Bedingungen für einen würdigen Neubeginn für den ich mir so allerhand vorgenommen hatte.
Nachdem die obligatorischen Einweisungen, beendet waren, begann für mich der Ernst des Lebens. Aber wie immer aller Anfang ist schwer. Neu eingekleidet im Blaumann sozusagen, wurden wir von unseren Lehrausbildern, Herrn L. und Herrn F., beide sehr nette Menschen nun alsbald in die Geheimnisse des Schlosserhandwerks eingeführt. Und es war eine mühselige Einführung. Neben den 4 Tagen praktischer Ausbildung lernten wir des Schlossers wichtigstes Werkzeug die Feile umfassend kennen. d.h. wir feilten bis wir Blasen an den Händen hatten sozusagen Wochenlang. Wir erschufen so echt handgefeilt ein neues Werkzeug, eine Handhebelschere für die Blechbearbeitung bis 2mm. Für deren Fertigstellung, erprobten und übten wir fast alle schlossertypischen handwerklichen Fertigkeiten bis zur Perfektion.
Langsam wurden wir zu kleinen Profis, die Arbeit machte Spaß und war sehr abwechslungsreich. Auch innerhalb der Berufsschule, die wir an den restlichen 2 Wochentagen absolvierten, machte mir das Lernen zunehmen Freude, im Endeffekt wurde bis auf wenige praxisbezogene Fächer der Lehrstoffs der 10. Klasse wiederholt. Jetzt ging es darum die anderen Freuden des Lebens zu erschließen.
Das wichtigste Problem, woher das Geld nehmen, die finanziellen Fragen mussten noch geklärt werden, denn mit unser schmalen Lehrlingsrente kam man nicht weit. Von den Anfangs 120,- Mark, die wir monatlich erhielten, wurden 45.-Mark für Unterkunft und Verpflegung abgezogen, dann musste man auch ab und an zum Wäschetausch nach Hause fahren, also Kassa blanca war eigentlich immer der Normalzustand.
Da konnte man nicht allzu viel fürs Erleben ausgeben oder man erschloss sich neue Geldquellen. Meine Eltern waren für ein Sponsoring nicht zu begeistern, es blieb also wieder einmal alles bei mir hängen, es musste eben wiedereinmal mit der Arbeit versuchen.
Samstags Nachmittag und Sonntag Vormittag waren dabei die geeignetsten Zeiten, und im Werk, der Filmfabrik, gab es schon eine geeignete Möglichkeit und Tätigkeit, die das Geldverdienen sozusagen ermöglichte, die Arbeit auf den Holzplatz. Da als Nebenprodukt der FF = Filmfabrik, auch Toilettenpapier gefertigt wurde und dazu Holz als Grundlage diente, ergab sich diese spezielle Arbeit, die niemand gern tun wollte, ein Betätigungsfeld für notorisch an Geldmangel leitende arbeitsgeile Individuen, so wie wir es als Lehrlinge waren.
Gerechterweise muss gesagt werden, das diese Arbeit eine Knochenarbeit war, ging es doch darum, in kürzester Zeit ein Meter lange Holzscheite (Gespaltene Baumstämme) vom Wagon zu laden (Standzeiten kosten Geld) und sie in drei Meter hohe und bis zu 50 m lange Stapel aufzubauen. Das Durchschnittsgewicht eines solchen Monsters war 20-50 Kg.
Bezahlt wurde nach gestapelten Festmetern, jedoch nur, wenn die geforderte Höhe erreicht war. Pro Festmeter 12.-Mark.
Wenn man also wollte, konnte man sich schon die notwendige Kohle für seine Bedürfnisse erarbeiten, für ein Wochenende waren da schon mal 50 Märker drin und das half wirtschaften.
Mittwoch, 9. Januar 2008
weiter weltanschauliche Entwicklung.....
Doch zurück zu politischen Werdegang. Innerhalb der Schule bemerkten wir sehr schnell, das es doch einen gewissen Widerspruch zwischen gesagten, verbotenen und der gesellschaftlichen Realität gab, der für uns als Kinder erkennbar, aber nicht verständlich war. Ich erinnere mich genau noch an die Zeit, wo wir einen schwunghaften Tauschhandel mit westlicher Literatur wie Micky Maus, später dann Gerry Cotton, Bufallo Bill u.ä. trieben, das war zwar verboten, da es „Schundliteratur aus den Westen“ war und trotzdem waren es unsere Bestseller. Und solange die Mauer offen war gab es auch immer Nachschub, denn es gab nur wenige Klassenkameraden die keine Verwanden im Westen hatten. Ich gehörte zu den wenigen und so mussten wir andere Tauschobjekte finden und anbieten um sie zu lesen.
Dieser Widerspruch zog sich durch die ganze Gesellschaft und vertiefte sich zunehmend mit der Perfekttonalität der Massenmedien wie Radio und Fernsehen. Die neuen Musikrichtungen wie Rock end Roll, Beat, verbreitet vor allen durch Radio Luxemburg zeigten bei uns, vor allen der Jugend Wirkung, da ging es um ein neues Lebensgefühl und um andersartige Lebensauffassungen die zwar fremd aber interessant waren.
1962 kauften sich meine Eltern ihren ersten Fernsehapparat, bereits zwei Monate später fragte mich meine Mutter ob mir am Fernseher nichts auffalle, ich wunderte mich und kam nicht auf die Idee, dass wir auch den Westen, die ARD empfangen konnten.
Fernsehen war noch nicht so wichtig für uns. Ein anderes Erlebnis, hautnah den Westen zu erleben, zeigte mir schon mit 12 Lebensjahren, dass diese Gesellschaft doch etwas anderes ist als unser Leben. Mit meinen Stiefvater durfte ich 1958 nach Westberlin fahren, es ging um den Besuch eines ehemaligen Arbeitskollegen, der 1956 die DDR verlassen musste, er hatte Unterschlagungen von Futtermitteln begangen. Das Beste an der ganzen Reise war ein Kino auf den Kuhdamm, wo ich erstmalig Micky Maus Filme erleben konnte und am meisten staunte ich, das früh Morgens der Bäcker die Brötchen und die Milch ins Haus vor die Tür brachte, während wir zu Hause danach traben und anstehen mussten.
Zieht man aus den bisherigen Schilderungen einige Schlüsse so ergibt sich ein Gesellschaftsbild mit folgenden Eckpunkten, es gibt zwei unterschiedliche deutsche Staaten, einen Erlebbaren und einen vom Hörensagen erkennbaren. Nicht alles, was über den Anderen gesagt wurde war nachprüfbar oder greifbar für uns und demzufolge Persönlichkeitsbildend. Jedoch in gewisser Weise als liebens- und lebenswert zu empfinden. Es gab ja auch niemand Anderes, außer den Institutionen der SED, die mir etwas über den Staat BRD beibringen wollten und konnten, nebenbei gesagt es interessierte mich damals auch kaum. Ich war damit Offen in der Auswahl meiner Überzeugungen. Ich lebte mein zwar noch junges Dasein so wie es die Umstände ergaben und war zufrieden damit.
Selbst der Mauerbau ging an mir total vorbei, das Einzige was uns Jungen damals berührte war die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, aber wir waren der Meinung, dass, bis es uns beträfe, schon wieder alles vorbei sein könnte, denn wir kämpften ja auch mit unseren Mitteln für einen baldigen Friedensvertrag für Deutschland als Voraussetzung für eine Vereinigung beider deutscher Staaten. Und das ging meiner Meinung damals nur wenn wir wirtschaftlich und politisch stark genug sein würden um gleichberechtigt an diesen Prozess teilzunehmen. Als junge FDJler wollten wir, das war die Zeit als unser Ministerpräsident W. Piek verstarb, solange das Blauhemd tragen, bis der Friedensvertrag durch sei.
Das wir dabei ab und zu westliche Massenmedien und Printerzeugnisse konsumierten, war zwar nicht erwünscht, gehörte aber mit dazu. Heute würde man dies als bewusstes Engagement mit den Umständen nennen, damals war dies schon fast aufrührerisch und wenn es bekannt geworden wäre, hätte man Sanktionen zu befürchten, besonders in den schulischen Bereich.Mein einziges aktives gesellschaftliches Engagement übte ich in der GST, in der Sektion Motorsport aus. Hauptgrund war vor allen der Führerschein Klasse 1 also für Motorräder. Die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) war damals noch ein reiner Freizeitclub wo jeder entsprechend seinen Interessensgebieten verschiedenartige vor allen technische Sportarten ausüben konnte, wo es anderweitig für den einfachen Menschen mangels Masse keinerlei Chancen gab wie z.B. Segelflug, Luftgewehr oder KK-Schießen, Motorsport, Rudern, Funken usw. Natürlich liegt der Hintergedanke nahe für bestimmte militärische Laufbahnen einen Kaderstamm zu entwickeln, heranzubilden aber vordergründig war dies in den Anfängen der Entwicklung dieser Organisation noch nicht sichtbar. Zumindest ich empfand dies nicht so. Für mich war der Führerschein das Wichtigste, und diesen hatte ich schon mit 16 Jahren erfolgreich abgelegt nur allein und auf öffentlichen Straßen durfte ich erst ab 18 Jahren Motorrad fahren.
Dieser Widerspruch zog sich durch die ganze Gesellschaft und vertiefte sich zunehmend mit der Perfekttonalität der Massenmedien wie Radio und Fernsehen. Die neuen Musikrichtungen wie Rock end Roll, Beat, verbreitet vor allen durch Radio Luxemburg zeigten bei uns, vor allen der Jugend Wirkung, da ging es um ein neues Lebensgefühl und um andersartige Lebensauffassungen die zwar fremd aber interessant waren.
1962 kauften sich meine Eltern ihren ersten Fernsehapparat, bereits zwei Monate später fragte mich meine Mutter ob mir am Fernseher nichts auffalle, ich wunderte mich und kam nicht auf die Idee, dass wir auch den Westen, die ARD empfangen konnten.
Fernsehen war noch nicht so wichtig für uns. Ein anderes Erlebnis, hautnah den Westen zu erleben, zeigte mir schon mit 12 Lebensjahren, dass diese Gesellschaft doch etwas anderes ist als unser Leben. Mit meinen Stiefvater durfte ich 1958 nach Westberlin fahren, es ging um den Besuch eines ehemaligen Arbeitskollegen, der 1956 die DDR verlassen musste, er hatte Unterschlagungen von Futtermitteln begangen. Das Beste an der ganzen Reise war ein Kino auf den Kuhdamm, wo ich erstmalig Micky Maus Filme erleben konnte und am meisten staunte ich, das früh Morgens der Bäcker die Brötchen und die Milch ins Haus vor die Tür brachte, während wir zu Hause danach traben und anstehen mussten.
Zieht man aus den bisherigen Schilderungen einige Schlüsse so ergibt sich ein Gesellschaftsbild mit folgenden Eckpunkten, es gibt zwei unterschiedliche deutsche Staaten, einen Erlebbaren und einen vom Hörensagen erkennbaren. Nicht alles, was über den Anderen gesagt wurde war nachprüfbar oder greifbar für uns und demzufolge Persönlichkeitsbildend. Jedoch in gewisser Weise als liebens- und lebenswert zu empfinden. Es gab ja auch niemand Anderes, außer den Institutionen der SED, die mir etwas über den Staat BRD beibringen wollten und konnten, nebenbei gesagt es interessierte mich damals auch kaum. Ich war damit Offen in der Auswahl meiner Überzeugungen. Ich lebte mein zwar noch junges Dasein so wie es die Umstände ergaben und war zufrieden damit.
Selbst der Mauerbau ging an mir total vorbei, das Einzige was uns Jungen damals berührte war die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, aber wir waren der Meinung, dass, bis es uns beträfe, schon wieder alles vorbei sein könnte, denn wir kämpften ja auch mit unseren Mitteln für einen baldigen Friedensvertrag für Deutschland als Voraussetzung für eine Vereinigung beider deutscher Staaten. Und das ging meiner Meinung damals nur wenn wir wirtschaftlich und politisch stark genug sein würden um gleichberechtigt an diesen Prozess teilzunehmen. Als junge FDJler wollten wir, das war die Zeit als unser Ministerpräsident W. Piek verstarb, solange das Blauhemd tragen, bis der Friedensvertrag durch sei.
Das wir dabei ab und zu westliche Massenmedien und Printerzeugnisse konsumierten, war zwar nicht erwünscht, gehörte aber mit dazu. Heute würde man dies als bewusstes Engagement mit den Umständen nennen, damals war dies schon fast aufrührerisch und wenn es bekannt geworden wäre, hätte man Sanktionen zu befürchten, besonders in den schulischen Bereich.Mein einziges aktives gesellschaftliches Engagement übte ich in der GST, in der Sektion Motorsport aus. Hauptgrund war vor allen der Führerschein Klasse 1 also für Motorräder. Die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) war damals noch ein reiner Freizeitclub wo jeder entsprechend seinen Interessensgebieten verschiedenartige vor allen technische Sportarten ausüben konnte, wo es anderweitig für den einfachen Menschen mangels Masse keinerlei Chancen gab wie z.B. Segelflug, Luftgewehr oder KK-Schießen, Motorsport, Rudern, Funken usw. Natürlich liegt der Hintergedanke nahe für bestimmte militärische Laufbahnen einen Kaderstamm zu entwickeln, heranzubilden aber vordergründig war dies in den Anfängen der Entwicklung dieser Organisation noch nicht sichtbar. Zumindest ich empfand dies nicht so. Für mich war der Führerschein das Wichtigste, und diesen hatte ich schon mit 16 Jahren erfolgreich abgelegt nur allein und auf öffentlichen Straßen durfte ich erst ab 18 Jahren Motorrad fahren.
Montag, 7. Januar 2008
meine Weltanschauliche Entwicklung.....
Zunächst jedoch einige Gedanken zu meiner weltanschaulichen Entwicklung.
Es ist schwierig darüber zu philosophieren warum man gerade diese oder jene Entwicklungsrichtung im Verlaufe seines Lebens eingeschlagen hat, noch schwieriger ist es herauszufinden welche entscheidenden Faktoren dafür den Ausschlag gaben. Am Schwersten jedoch ist es, wenn man nach einen konkret überschaubaren Zeitraum feststellen muss, dass ein nicht unwesendlicher Teil seines Lebens, sozusagen für die Katz war.
Eine derartige Orientierungskrise zu bewältigen erfordert ein gerüttelt Maß an Wollen und Willen. Dazu aber Später. Eines ist jedoch unbestritten, Menschen die einigermaßen gefestigte Vorstellungen haben über das „Warum ?“, ihres Tun’s haben, handeln auch dementsprechend.
Will man Ursachenerforschung über das „Warum“ betreiben, muss man zuerst bei den äußeren Umständen beginnen.
In meiner Familie spielten im Wesendlichen politische Umstände keine Rolle, weder meine Eltern noch die Großeltern waren im Verlaufe ihres Lebens je mit politischen Parteien oder ähnlichen in Berührung gekommen. Sie lebten in einen kleinen Dorf, wie schon beschrieben, mit einen Ortspolizisten, ein paar kleineren Nazibonzen sonst nichts. Als Kleinkind ging ich in einen Kindergarten, der später weggebaggert wurde, genau wie die Kirche. In der Schule auf dem Dorf gab es keine Christenlehre oder ähnliches, meine Großmutter war zwar Mitglied der Kirche und lehrte mich auch das Vaterunser beten, aber eine Kirche habe ich nie besucht, weder als Kind noch später und wenn dann nur als Tourist. So wuchs ich auf in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen besonders in den ersten Jahren nach dem großen Kriege. An ein Ereignis aus dieser Zeit kann ich mich jedoch noch erinnern, als der große Stalin starb. Meine Mutter hörte diese Meldung in unserer Göppelsschnautze und sie weinte. Mir war dies unverständlich, aber aus ihren Erzählungen wusste ich, dass er den großen Krieg beendete und deshalb bei uns sehr verehrt wurde. Die Russen brachten den Frieden, das Brot für den Anfang und Arbeit für sie.
In Annenburg, als ich in die 3. Klasse kam, gab es die Christenlehre in der Schule. Zweimal hatte ich daran teilgenommen, es war ja freiwillig, und meine Schulkameraden redeten mir ein, dass dort interessante Geschichten erzählt würden, aber mir war es zu langweilig. Als die Pastorin dann noch Geld für eine Schulbibel haben wollte, war es das für mich in Punkto christlicher Erziehung. Mich haben Sie dort nie wieder gesehen. Die Frage von politischen Überzeugungen hat sich im Verlaufe der Schulzeit nur sporadisch herausgebildet. Hierbei spielten verschiedene Komponenten eine Rolle.
Zum Einen hatte ich schon immer einen Febel für interessante Geschichten aus der Vergangenheit und wir hatten einen sehr alten Geschichtslehrer in der Schule, der wunderbar über sein Leben, besonders die beiden Kriege erzählen konnte. Immer wenn sein Unterricht zu langweilig wurde lenkten wir geschickt das Thema auf Verdun und die Stunde war gelaufen. Zum Anderen brauchte man in den Fächern Geschichte und Staatsbürgerkunde, heute etwa staatsbürgerlicher Unterricht, wenig zu lernen, man musste nur reden und zuhören können. Und dies beherrschte ich – so in etwa mit vielen Worten nichts zu sagen -, perfekt. Und drittens wurde ich schon frühzeitig in die Pionierorganisation aufgenommen, ich wollte es und war Stolz, das blaue Halstuch zu tragen. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft, halfen uns gegenseitig, erlebten interessante Nachmittage und halfen auch anderen hilfsbedürftigen besonders älteren Leuten, sammelten gemeinsam für unsere Gruppenkasse Lumpen, Papier und Schrott und erlebten herrliche Stunden am Lagerfeuer, im Gelände und auf unseren Gruppenfahrten. Politisch ging es in der Richtung weiter, das es um das Beziehen von Positionen im Leben ging. Wir wussten alle wo wir herkamen und mit wem wir lebten. Es gab keine Bessergestellten unter uns, und trotz das wir unterschiedlich entwickelte junge Persönlichkeiten waren, wurden wir alle gleich behandelt.
Das dennoch Unterschiede in gesellschaftlichen Bereichen dominierten konnte man auch bei den Pionieren erleben. Gut war alles was von den Russen kam, so z.B. Partisanen und Kampf gegen den Faschismus, gut war alles was der Arbeiterklasse diente, verdiente Kämpfer gegen den Faschismus und was den Aufbau unseres Staates voran brachte. Schlecht war alles was aus den Westen kam und wer nach den Westen ging usw., usw.,... So war es eben eine unmerklich doktrinäre Erziehung, die bei vielen jungen Menschen Wirkung zeigte. Mit politischen Inhalten verstärkt unterlegt war es auch ähnlich bei der FDJ.
Aber heute zu behaupten, das die Pioniere und die FDJ, als Ableger bzw. Kinder- und Jugendorganisationen der ehemaligen SED, militant und verbrecherisch gewesen seien und sie die individuelle Entwicklung des Einzelnen hemmten, ist nur eine einseitige Betrachtungsweise. Sie deshalb zu verbieten, geht nun doch für meine Begriffe an der Wirklichkeit etwas vorbei. Kein Mensch kommt heute auf die Idee zu sagen, das die Junge Union als Reservoir der CDU und deren Mitglieder, genau wie ihr alter Vorsitzender H. Kohl und andere führende Größen dieser Partei, die am Staat vorbei Gelder transferiert haben, korrupt oder ähnliches seien oder das Denken ihrer Mitglieder einengen. Ich werde später noch einmal darauf zurückkommen. Alle Mitglieder dieser Organisationen haben für ihren Staat geschworen bzw. ein Gelöbnis abgelegt, nur in seinen Sinne zu agieren und zu handelten immer in den Bewusstsein, das Richtige zu tun.
Es ist schwierig darüber zu philosophieren warum man gerade diese oder jene Entwicklungsrichtung im Verlaufe seines Lebens eingeschlagen hat, noch schwieriger ist es herauszufinden welche entscheidenden Faktoren dafür den Ausschlag gaben. Am Schwersten jedoch ist es, wenn man nach einen konkret überschaubaren Zeitraum feststellen muss, dass ein nicht unwesendlicher Teil seines Lebens, sozusagen für die Katz war.
Eine derartige Orientierungskrise zu bewältigen erfordert ein gerüttelt Maß an Wollen und Willen. Dazu aber Später. Eines ist jedoch unbestritten, Menschen die einigermaßen gefestigte Vorstellungen haben über das „Warum ?“, ihres Tun’s haben, handeln auch dementsprechend.
Will man Ursachenerforschung über das „Warum“ betreiben, muss man zuerst bei den äußeren Umständen beginnen.
In meiner Familie spielten im Wesendlichen politische Umstände keine Rolle, weder meine Eltern noch die Großeltern waren im Verlaufe ihres Lebens je mit politischen Parteien oder ähnlichen in Berührung gekommen. Sie lebten in einen kleinen Dorf, wie schon beschrieben, mit einen Ortspolizisten, ein paar kleineren Nazibonzen sonst nichts. Als Kleinkind ging ich in einen Kindergarten, der später weggebaggert wurde, genau wie die Kirche. In der Schule auf dem Dorf gab es keine Christenlehre oder ähnliches, meine Großmutter war zwar Mitglied der Kirche und lehrte mich auch das Vaterunser beten, aber eine Kirche habe ich nie besucht, weder als Kind noch später und wenn dann nur als Tourist. So wuchs ich auf in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen besonders in den ersten Jahren nach dem großen Kriege. An ein Ereignis aus dieser Zeit kann ich mich jedoch noch erinnern, als der große Stalin starb. Meine Mutter hörte diese Meldung in unserer Göppelsschnautze und sie weinte. Mir war dies unverständlich, aber aus ihren Erzählungen wusste ich, dass er den großen Krieg beendete und deshalb bei uns sehr verehrt wurde. Die Russen brachten den Frieden, das Brot für den Anfang und Arbeit für sie.
In Annenburg, als ich in die 3. Klasse kam, gab es die Christenlehre in der Schule. Zweimal hatte ich daran teilgenommen, es war ja freiwillig, und meine Schulkameraden redeten mir ein, dass dort interessante Geschichten erzählt würden, aber mir war es zu langweilig. Als die Pastorin dann noch Geld für eine Schulbibel haben wollte, war es das für mich in Punkto christlicher Erziehung. Mich haben Sie dort nie wieder gesehen. Die Frage von politischen Überzeugungen hat sich im Verlaufe der Schulzeit nur sporadisch herausgebildet. Hierbei spielten verschiedene Komponenten eine Rolle.
Zum Einen hatte ich schon immer einen Febel für interessante Geschichten aus der Vergangenheit und wir hatten einen sehr alten Geschichtslehrer in der Schule, der wunderbar über sein Leben, besonders die beiden Kriege erzählen konnte. Immer wenn sein Unterricht zu langweilig wurde lenkten wir geschickt das Thema auf Verdun und die Stunde war gelaufen. Zum Anderen brauchte man in den Fächern Geschichte und Staatsbürgerkunde, heute etwa staatsbürgerlicher Unterricht, wenig zu lernen, man musste nur reden und zuhören können. Und dies beherrschte ich – so in etwa mit vielen Worten nichts zu sagen -, perfekt. Und drittens wurde ich schon frühzeitig in die Pionierorganisation aufgenommen, ich wollte es und war Stolz, das blaue Halstuch zu tragen. Wir waren eine verschworene Gemeinschaft, halfen uns gegenseitig, erlebten interessante Nachmittage und halfen auch anderen hilfsbedürftigen besonders älteren Leuten, sammelten gemeinsam für unsere Gruppenkasse Lumpen, Papier und Schrott und erlebten herrliche Stunden am Lagerfeuer, im Gelände und auf unseren Gruppenfahrten. Politisch ging es in der Richtung weiter, das es um das Beziehen von Positionen im Leben ging. Wir wussten alle wo wir herkamen und mit wem wir lebten. Es gab keine Bessergestellten unter uns, und trotz das wir unterschiedlich entwickelte junge Persönlichkeiten waren, wurden wir alle gleich behandelt.
Das dennoch Unterschiede in gesellschaftlichen Bereichen dominierten konnte man auch bei den Pionieren erleben. Gut war alles was von den Russen kam, so z.B. Partisanen und Kampf gegen den Faschismus, gut war alles was der Arbeiterklasse diente, verdiente Kämpfer gegen den Faschismus und was den Aufbau unseres Staates voran brachte. Schlecht war alles was aus den Westen kam und wer nach den Westen ging usw., usw.,... So war es eben eine unmerklich doktrinäre Erziehung, die bei vielen jungen Menschen Wirkung zeigte. Mit politischen Inhalten verstärkt unterlegt war es auch ähnlich bei der FDJ.
Aber heute zu behaupten, das die Pioniere und die FDJ, als Ableger bzw. Kinder- und Jugendorganisationen der ehemaligen SED, militant und verbrecherisch gewesen seien und sie die individuelle Entwicklung des Einzelnen hemmten, ist nur eine einseitige Betrachtungsweise. Sie deshalb zu verbieten, geht nun doch für meine Begriffe an der Wirklichkeit etwas vorbei. Kein Mensch kommt heute auf die Idee zu sagen, das die Junge Union als Reservoir der CDU und deren Mitglieder, genau wie ihr alter Vorsitzender H. Kohl und andere führende Größen dieser Partei, die am Staat vorbei Gelder transferiert haben, korrupt oder ähnliches seien oder das Denken ihrer Mitglieder einengen. Ich werde später noch einmal darauf zurückkommen. Alle Mitglieder dieser Organisationen haben für ihren Staat geschworen bzw. ein Gelöbnis abgelegt, nur in seinen Sinne zu agieren und zu handelten immer in den Bewusstsein, das Richtige zu tun.
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